28
Mrz
2013

Vom liken und teilen

Seit einigen Tagen läuft ein Wettbewerb auf facebook, bei dem 11 Gefühlspate darum kämpfen, ihre Gefühlsseite bis zum 4. Mai zur beliebtesten zu machen. Es geht darum möglichst viele Likes zu erhalten, und dass die Seite möglichst oft geteilt wird.
Initiiert wird das Ganze vom Berlin Verlag, bei dem soeben das Buch von Mario Giordano 1000 Gefühle für die es keinen Namen gibt.

Ich mische auch bei diesem Wettbewerb mit und pflege die Seite ”Die Sorge, ob die Karre bis Alicante durchhält”.

Klar, ich freue mich über Eure Likes und das fleißige Teilen!

Hier geht es zur Seite.
https://www.facebook.com/pages/Die-Sorge-ob-die-Karre-bis-Alicante-durchhält/507292522650544?ref=tn_tnmn

Und hier erfahrt Ihr mehr über den Wettbewerb.

http://www.1000gefuehle.net/gefuehle.html

26
Mrz
2013

Tiefsinniges und erstaunlich reifes Erstlingswerk von Jennifer DuBois

Irina ist eine amerikanische Dozentin, die nach einem Test die traurige Gewissheit bekommt, dass sie an der gleichen Krankheit erkranken wird, wie ihr Vater. Bei dieser Krankheit ist ziemlich klar abzusehen, dass die ersten Zeichen des geistiges Zerfalls in einem bestimmten Lebensalter auftreten werden. Von diesem Zeitpunkt an ist der fortschreitende Prozess in ein Leben ohne Selbstbestimmung und in Abhängig von anderen Menschen vorprogrammiert.

Irina möchte es ihrem nahen Umfeld nicht antun, ihr bei diesem Zerfall zusehen zu müssen und beschließt fortzugehen.

Ihr Vater war, zu Zeiten in denen die Krankheit bei ihm noch nicht ausgebrochen war, ein begeisterter Schachfan. So verfolgte er damals zusammen mit seiner noch kleinen Tochter Irina das Weltmeisterschaftsspiel mit dem jungen russischen Großmeister Alexander Besetow. Nach dem Tod ihres Vaters findet Irina die Abschrift eines Briefes von ihm an Besetow, in dem er den Schachweltmeister fragt, wie man eine Partie fortsetzt, wenn man doch schon absehen kann, dass man sie verlieren wird.

Eine persönliche Antwort von Besetow hat Irinas Vater nicht erhalten. Irina, die sich nun mit der gleichen aussichtslosen Lebenssituation konfrontiert sieht, beschließt ins ferne Russland zu reisen, um dort den Kontakt zu Besetow, der inzwischen ein aktiver Oppositionspolitiker ist, zu suchen.

Mit "Das Leben ist groß" ist Jennifer DuBois ein erstaunliches Erstlingswerk gelungen. Sicher keine leichte Lektüre für ein schnelles Lesevergnügen, sondern vielmehr ein tiefsinniges, geschickt konstruierte Buch. Neben der Frage, nach dem richtigen Umgang einer absehbarenund limitierten Lebenserwartung, erfährt man als Leser viel über die politischen Umstände eines vom angeblich lupenreinen Demokraten Putin beherrschten Russlands. Das Buch liefert keine Antworten auf dem Silbertablett, stattdessen ist der Leser gefordert, seine eigenen Schlüsse in Bezug auf die Kernfragen des Buches zu ziehen.

Sprachlich ist das Buch sehr ausgereift, wie es kaum von einem Debutroman zu erwarten ist. Dubois versteht es hervorragend mit einer sorgfältigen sprachlichen Komposition, Bilder, Atmosphäre und Gefühle beim Leser hervorzurufen.

Wer sich für das Russland der vergangenen 30 Jahre bis heute interessiert und zudem bereit ist, sich auf die Tiefe des Buches einzulassen, dem sei es wärmstens empfohlen. Von mir gibt es die Bestnote: *****

Herzlichen Dank an Jennifer Dubois und den Aufbau Verlag für das tolle Buch.

12
Mrz
2013

Albtraum: Lebendig begraben!

Ich hatte das große Vergnügen, im Februar an der lovelybooks Lesechallenge 2013 zum Buch Der Sarg von Arno Strobel teilnehmen zu können.

Hier meine Gedanken nach der Lektüre dieses packenden Psychothrillers:

Zum Cover:
In roten Buchstaben auf schwarzem Grund steht der Titel geschrieben. Zu sehen ist ausserdem eine junge Frau, am Boden liegenden mit ängstlich, verschlossenem Blick. Die Schrift ist leicht geprägt, was dem ganzen einen zusätzlichen hochwertigen Ausdruck verleiht.

Zum Inhalt:
Eine Frau wird tot in einem Sarg gefunden. Grundsätzlich nicht ungewöhnlich, dass ein Toter im Sarg liegt, aber in diesem Fall deutet schnell alles darauf hin, dass die Frau lebendig vergraben wurde. Kommissar Menkhoff wird mit dem Fall betraut. Er hat erst vor kurzem den Dienst von Aachen nach Köln gewechselt.
Die Tote ist die Halbschwester von Eva Rossbach, die Inhaberin eines grossen Kölner Unternehmens. Schnell wird den Ermittlern klar, dass irgendetwas in der Familie der Rossbachs und der Unternehmensleitung nicht stimmt. Eva lebt zurück gezogen in einem noblen Kölner Villenviertel, macht einen depressiven und verschlossenen Eindruck auf die Polizisten.
Zum Opfer hatte sie seit Jahren keinen Kontakt mehr. Was sie den Ermittlern verheimlicht ist die Tatsache, dass sie von grausamen Träumen geplagt wird, in denen sie ein ähnliches grausames Schicksal erleidet, wie ihre tote Halbschwester. Sie liegt in einem Sarg, ist gefesselt. Die Träume erscheinen ihr zunehmend real, zudem erhält sie beunruhigende Botschaften.

Mein Fazit:
Der Sarg ist ein wirklich sehr spannendes und packendes Buch. Es spielt mit einer der Urängste des Menschen, Platzangst und die Angst lebendig begraben zu werden. Lange Zeit tappte ich mit meinen eigenen Theorien zum Mordfall im Dunkeln, erst nach und nach bekommt man ein sehr wage Vermutung davon, was dahinter stecken könnte. Aber trotzdem hat das Ganze am Ende eine höchst unerwartete Auflösung. Mit Menkhoff hat Strobel einen interessanten Ermittler erfunden, der häufig mit seiner persönlichen Situation und seinem emotional stark belastenden Job hadert. Hier gibt es wohl einen Bezug zu vorherigen Büchern von Arno Strobel, die ich allerdings noch nicht kenne. Dies war aber keineswegs hinderlich, um die Person Menkhoff und einenTeil seiner Vergangenheit zu verstehen.
Insgesamt ein spannendes und gut geschriebenes Lesevergnügen. Für Freunde packender Psychothriller à la Stephen King sicherlich genau das Richtige.

Von mir gab es für das Buch gute vier Sterne ****

6
Feb
2013

Jennifer duBois

Die junge Schriftstellerin wurde 1983 im Oststaat der USA, Massachusetts in Northhampton geboren. Sie studierte Politik und Philosophie und erwarb einen Abschluss als Stipendiatin am Iowa Writers' Workshop.
Heute unterrichtet sie an der Stanford University, welche die AUtorin mit dem Stegner Fellowship auszeichnete.
Das Leben ist groß ist ihr erster Roman, was nach den ersten gelesenen rund 60 Seiten um so erstaunlicher ist. Schreibt sie doch in einer sehr reifen und erwachsenen Sprache. Schon jetzt festigt sich bei mir der Eindruck, dass die 2012 ausgesprochene Ehrung der National Book Award Foundation zu einer der fünf besten Nachwuchsautorinnen mehr als gerechtfertigt scheint.

Im Original heißt ihr Buch A Partial History of Lost Causes.

Dies ist ein kurzer Trailer zum Buch:



Und hier ein Videobericht über das Buch mit einem Videointerview mit der jungen Autorin (in englisch):

4
Feb
2013

Mein Leben als Leser am 04.02.2013

Am Wochenende, pünktlich zur Beendigung meiner Sven-Regener-Lektüre, ist das Leserundenexemplar von Das Leben ist groß von Jennifer Dubois aus dem Aufbau Verlag bei mir angekommen.
Die Leserunde findet bei lovelybooks.de statt und ich freu mich darauf, mich in den nächsten Wochen, drei werde ich wohl für die Lektüre des 448 Seiten starken Buches mindestens benötigen, mit vielen anderen Lesern auszutauschen.

Außerdem hatte ich scheinbar großes Losglück in der letzten Zeit und habe noch diverse Buchpreise gewonnen.

Einer ist bereits in der vergangenen Woche angekommen.
Das Buch für alle Bond-Fans: Wann ist ein Mann ein Bond? von Jo Müller und Markus Tschiedert, erschienen im Bastei Lübbe Verlag.
Man erfährt nochmal alle Gimmicks und liest die besten Sprüche des wohl bekannten Agenten der Welt. Wie kann der Normalo selber zum Bond werden, ohne das Miss Moneypenny im Vorzimmer sitzt?
Eine Leseprobe war auf der Verlagsseite leider nicht zu finden, aber weiteres zum Buch gibt es hier.

Darüber hinaus hab ich ein weiteres Buch des Aufbau Verlags gewonnen. Beim regelmässig auf facebook stattfindenden Bilderquizzzz war ich einer der glücklichen Gewinner von Himmel im Kopf von Stefanie Gleißner.
Eine Leseprobe gibt es auf der Verlagsseite oder hier.

Und nochmal Glück hatte ich bei der Verlosung diverser Hörbücher aus der Hörbuchreihe argon balance.
Ich warte zwar noch auf die Zusendung, aber freue mich sehr auf Versöhnung mit dem inneren Kind von Thich Nhat Hanh.
Folgendes schreibt der Verlag auf seiner Seite über das Hörbuch:
»Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit.« Dieser berühmte Satz ist für alle gültig, die sich von Thich Nhat Hanh leiten lassen. Das innere Kind ist die Stimme für alle tief empfundenen, oft verdrängten Gefühle aus der Kindheit. Häufig sind diese Gefühle Ausdruck innerer Verletzungen und äußern sich in Angst oder Wut. Thich Nhat Hanh zeigt mit einem buddhistischen Ansatz, wie man durch die Praxis der Achtsamkeit das innere Kind heilen kann: Alle negativen Selbstbilder und Emotionen können überwunden werden, indem man sie bewusst wahrnimmt und durch Atemmeditation auflöst.

Wie schon geschrieben, ich freu mich auf das Hörerlebnis. Bei lovelybooks wird es eine entsprechende Hörrunde geben.

Für alle die mehr über die Hörbücher des argon Verlags erfahren möchten, geht es hier lang.

1
Feb
2013

Der Regener und sein Hamburg-Heiner

Der großartige Sven Regener ist mit seinem Buch Meine Jahre mit Hamburg-Heiner wieder ein Stück bester Unterhaltung gelungen. Die Logbücher fassen die von ihm verfassten blog-Einträge, während diverse Tourneen oder CD-Produktionsphasen seiner Band Element of Crime zusammen. Insgesamt umfasst es die Zeit von 2005 bis 2010, mal bloggte Regener in dieser Zeit für berlin.de, mal für den Standard (Österreich) oder auch für die Taz.
Und erstmal weiß er gar nicht so recht, was das eigentlich mit dem Bloggen soll. Und genauso lesen sich letztlich seine Texte. Nie nimmt er sich selber zu ernst, selten berichtet er ohne eine gewisse Prise Ironie vom Geschehen rund um die Band.
Kernstück eines jeden Blogs sind die Dialoge mit seinem imaginären Freund Hamburg-Heiner, mit dem Regener nur am Telefon kommuniziert. Hamburg-Heiner gibt direkte Kommentare zu Regener Texten, stachelt ihn an, auch andere Themen anzusprechen, leistet Kritik und hilft dem Element of Crime-Sänger immer wieder bei der Suche nach dem Sinn des bloggens. Wirklich fündig wird Regener bis zum Ende des Buches allerdings nicht so richtig, so hat man das Gefühl.

Die Dialoge mit Hamburg-Heiner sind großartig, selten kommt es vor, dass ich beim Lesen eines Buches vor mich her lachen muss. Beim Hamburg-Heiner war das jedoch immer wieder der Fall.
Auch sehr lustig, sind die zahlreichen Fotos, die mit Regeners Kommentaren unterschrieben, abgebildet werden.

Insgesamt ist Meine Jahre mit Hamburg-Heiner eine absolut amüsänte und intelligente Aneinanderreihung von Nonsens-Beiträgen.

Von mir gibt es dafür das Besturteil *****

Und hier für alle, die jetzt neugierig geworden sind, gibt es noch ein besonderes Schmankerl. Sven Regener liest im Video aus seinem Buch:



Viel Spaß!

29
Jan
2013

Neues aus dem Hanser Verlag

Eine leidenschaftliche Geschichte vom Erwachsenwerden in dramatischen Zeiten. Almudena Grandes über ihr neues Buch:



Das macht doch schon mal neugierig, auf das Buch von Almudena Grandes.

24
Jan
2013

Neues von Paulo Coelho

Die Schriften von Accra

Neues vom mare-Verlag im Februar

Der Hamburger mare-Verlag kündigt via Twitter drei Neuveröffentlichungen für den Februar an.
Besonders das Buch von Sara Johnsen "White Man" sticht mir ins Auge und klingt zudem sehr interessant.

Hier gibt es die drei Neuerscheinungen zu sehen.

In Zukunft gibt es hoffentlich hier noch mehr vom mare-Verlag zu berichten.
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