1
Aug
2006

Jack Kerouac

Da ich zur Zeit Unterwegs von Jack Kerouac lese, zugegebenermaßen noch nicht wirklich in das Buch reingefunden habe, hab ich mal im worldwideweb nach Infos über den Autor gesucht. Und natürlich findet man bei wikipedia direkt einige informative Details über sein Leben und sein Schaffen. Lest selbst:
wikipedia über Jack Kerouac

Ein Tribute an Jack Kerouac findet man hier:
Tribute to...

Naja und wenn wir schon beim verlinken sind, dann schaut euch auch gleich diese Sites noch an:
original sounds von J. Kerouac
lonesome-traveller.de
literaturlandkarte.de
Americanlegends.com

Viel Spaß!

22
Jul
2006

Die Musik des Zufalls verklingt verstörend

Die-Musik-des-ZufallsTja, da hat es wohl mal fast einen Monat gedauert, bis ich Paul Austers Die Musik des Zufalls ausgelsen habe. Es lag aber nicht am Buch, sondern einfach am Zeitmangel. Das Buch hat mir gut gefallen, wenn es auch phasenweise und gerade nach der letzten Seite etwas verstörend auf einen wirkt.
Der Protagonist Jim Nashe steigt nach einer Erbschaft und einer gescheiterten Beziehung aus und verprasst sein Erbe zunächst damit, das er in einem Saab quer durch Amerika fährt. Ohne Ziel und ohne Grund. Nicht als Tourist, sondern eher einfach nur um unterwegs zu sein. Sein Leben findet einen Wendepunkt mit dem Zusammentreffen von Jack Pozzi, einen Spieler, den Jack buchstäblich von der Strasse aufliest. Das Ende seines Guthabens und damit das Ende seines Unterwegsseins in Sicht, lässt er sich auf ein Pokerspiel um Alles oder Nichts mit Pozzi als seinen Spielpartner ein. Dieses endet sogar mit weniger als Nichts, so dass er und Pozzi sich auf eine irrwitzige Vereinbarung mit ihren reichen Pokergegnern einlassen, um ihre Schulden abzuarbeiten. Was Nashe in den nächsten Monaten durchmacht, fühlt und wie er sich auf weitere irrsinnige Entwicklungen einlässt, machte mich während des Lesens häufig stutzig. Manche Entscheidungen konnte ich nur schwer nachvollziehen. Das abrupte kaum absehbare Ende lässt einen für einige Minuten noch nachdenklich zurück.

Jetzt liegt Unterwegs von Jack Kerouac auf meinem Nachttisch.

10
Jul
2006

Verschenkt und behalten

Gestern hab ich meinen besten Freund Christian (s. auch Beitrag zu Mein Leben als Leser) nachträglich ein Buch zum Geburtstag geschenkt. Mir war bewußt, dass es ein riskantes Vorhaben ist, ihm ein Buch zu schenken. Und leider ist das Ganze prompt schiefgegangen, denn leider hat er Matt Ruff´s Ich und die anderen bereits im Regal stehen und hat es schon im vergangenen Jahr gelesen. Zumindest konnte er mich darin bestätigen, dass es eine gute Wahl war. Ich kenne von Matt Ruff bisher nur G.A.S. und Fool on the Hill, die mir beide ziemlich gut gefallen haben. Daher war ich mir sicher, mit seinem neuen Roman nicht viel falsch machen zu können. Grundsätzlich war dieser Gedanke dann wohl auch ganz richtig, wenn der Beschenkte das Buch nicht schon längst gehabt hätte.
Einen Vorteil hat das Ganze, ich bin auf diesem Weg zu einem neuen Buch gekommen. Was er nun als "Ersatzgeschenk" bekommt, kann ich hier und jetzt natürlich nicht verraten. Ich hab aber schon konkrete Vorstellungen und gute Hoffnungen, dass er das nächste Geschenk noch nicht besitzt oder kennt.
Vielleicht berichte ich später davon.

PS: Die WM ist vorbei. Und erstmal weiß man kaum, wie man jetzt die Zeit so ganz ohne täglichen Fußball aushalten soll. Ich werd versuchen es mit Lesen zu kompensieren. Paul Austers Buch, das ich aktuell auf dem Nachttisch liegen habe, macht es einem leicht. Leider werd ich mich aber zudem die nächsten Wochen verstärkt mit betriebswirtschaftlichen Fach- und Lehrbüchern rumschlagen müssen, um im Herbst eine Prüfung zu schaffen. Ich hoffe, der Blog wird darunter nicht allzu sehr leiden müssen.

gekauft, bekommen, geliehen, gelesen im Juli 06

Gekauft

Ich und die anderen
Matt Ruff
dtv

(09.07.)

Bekommen (getauscht, geschenkt, gefunden etc.)

Unterwegs
Jack Kerouac
Rowohlt TB

(tauschticket)

Der Chronist der Winde
Henning Mankell
dtv

(tauschticket)

Geliehen

Meine Saison mit dem FC
Manuel Andrack
Kiepenheuer & Witsch


Gelesen

Die Musik des Zufalls
Paul Auster
Rowohlt (Hardcover)

25
Jun
2006

Nick Hornby macht Spaß

Nick-Hornby-Mein-Leben-als-Leser
Wieder ein Wochenende und wieder ein Buch beendet. Jetzt hab ich auch Nick Hornbys Mein Leben als Leser ausgelesen und es ist mir absolut nicht schwer gefallen die knapp 150 Seiten zu bewältigen. Was Nick Hornby schreibt und vor allem wie er es schreibt, macht einfach Spaß zu lesen. Außerdem macht das Buch neugierig auf weitere Leseerfahrungen. Zum Beispiel schwärmt er von Charles Dickens David Copperfield. Das Buch hatte ich mir schon vor einiger Zeit in einem Antiquariat (eigentlich ist es ein Second-Hand Buchladen, aber Antiquariat klingt doch wirklich sehr viel besser, oder nicht!) gekauft, bislang hab ich mich aber noch nicht daran getraut, weil ich unter anderem nach der Lektüre von Jonathan Strange & Mr. Norrell doch noch etwas vor besonders dicken Wälzern zurückschrecke. Aber Hornby hat mich dazu gebracht, zumindest den festen Vorsatz zu fassen, das Buch von Dickens sehr bald zu lesen.
Weiter weckt Hornby mit seinem Buch die Lust auf Biographien im Allgemeinen und auf Bücher von Patrick Hamilton im Speziellen.
Und nicht zuletzt bestärkt mich das Buch darin, auch in Zukunft mehr Bücher zu kaufen, als ich lesen kann. Es ist einfach ein beruhigendes Gefühl, jederzeit zu seinem Bücherregal gehen zu können und sich ein unbekanntes Buch herausnehmen zu können.

Heute habe ich nun mit Paul Auster Die Musik des Zufalls begonnen, das auch schon einige Zeit im Regal auf mich gewartet hat.

22
Jun
2006

Fragwürdiges über Michel Houellebecq

Gestern war ich länger im Auto unterwegs und konnte auf WDR 5 in der Sendereihe Scala einen Bericht über eine kürzlich erschienene Biographie über Michel Houellebecq hören. Das Buch geht recht kritisch mit dem französischen Autor um und deckt einige fragwürdige Vorgehensweisen von Houellebecq auf. Unter anderem führte der Verfasser der Biographie ein Interview mit Houellebecqs Mutter, die nach Angaben des Schriftstellers längst verstorben sein soll. Und das ist nicht die einzige Ungereimtheit und Veränderung, die der Franzose an seinem Werdegang und dem daraus resultierenden Erscheinungsbild in der Öffentlichkeit vorgenommen hat.

Hier die Angaben zu dem Bericht auf der WDR 5 Seite:

"Eingrenzung der Kampfzone
Der Schriftsteller Michel Houellebecq im Kreuzfeuer

Scala vom 21. Juni 2006, 12.05 Uhr


Mit Sex und Depressionen verkaufte er weltweit Millionen von Büchern. Seine Skandalromane wie "Elementarteilchen" oder "Plattform" sind berühmt, weniger bekannt ist sein Privatleben. "Im Spurenverwischen ist Houellebecq professionell vorgegangen. Er ließ zum Beispiel seinen Namen aus allen Schullisten streichen", berichtet Denis Demonpion. Er hat gerade eine Biographie über Houellebecq veröffentlicht, die in Frankreich für helle Aufregung sorgt. Wie bitte erklärt der Schriftsteller das Interview, das Demonpion mit Houellebecqs Mutter führte, die nach seinen eigenen Aussagen längst verstorben sein soll? Monsieur Thomas, so der bürgerliche Name des Skandalautors, schweigt depressiv und tröstet sich mit Sex. Scala porträtiert den Menschen hinter den Romanen.

Denis Demonpion: Michel Houellebecq
Die unautorisierte Biografie
Übersetzt von Barbara Grabski
Verlag: Schwarzkopf + Schwarzkopf, 2006
ISBN: 3-89602-688-7, Euro 19,90
"
Manuskript-zum-WDR5-Beitrag (pdf, 58 KB)

19
Jun
2006

Jonathan Strange & Mr. Norrell besiegt!

Jonathan-Strange-und-Mister-Norrell
Also, ich hab es am Wochenende geschafft und habe das über 1000 Seiten starke Jonathan Strange & Mr. Norrellausgelesen. Und leider hat sich mein Urteil nach den letzten hundert Seiten nicht verbessert. Ich bleibe dabei, dass mir das Buch einfach zu langatmig ist. Selbst auf den letzten Seiten, die mich oft selbst bei einem schwachen Buch dann doch noch packen, musste ich mich zeitweise zum Weiterlesen zwingen. Und das obwohl ich mir eigentlich die Zeit zum Lesen am Wochenende genommen habe.
Es bleibt also dabei, dass Buch musste besiegt werden! Jetzt freu ich mich auf andere, sicher erstmal etwas schmalere Bücher.

16
Jun
2006

tauschticket.de

Seit einiger Zeit bin ich bei tauschticket.de registriert. Ist, finde ich, ein ganz gutes Konzept.
Man kann Bücher zum Tausch anbieten. Sobald jemand mit einem Tauschticketguthaben eines Deiner angebotenen Bücher anfordert, schickst Du es ihm an die hinterlegte Adresse per Büchersendung zu. Mit dieser Aktion erhältst Du dann selber ein Tauschticket und kannst ebenfalls aus dem relativ großen Angebot ein Buch aussuchen und es anfordern. Dein Tauschticket wird dabei verbraucht, sonst entstehen Dir keine Kosten.
Gleiches geht auch mit Filmen und CD´s.

Also durchstöbert Eure Bücherregale nach verstaubten Büchern, die Ihr los werden wollt und tauscht Sie auf tauschticket.de

15
Jun
2006

Buchkauf 1

Hier noch der Hinweis wie ich auf die Idee gekommen bin Robinson Crusoe und Die Festung der Einsamkeit zu kaufen.
Das erste war ein taktischer Kauf. Ich, als alter Sparfuchs, musste noch einen Gutschein bei buecher.de einlösen. Da das, was ich wirklich brauchte und bestellen wollte (ich sag nur Wilde Kerle Stoff für meinen inzwischen leicht abhängigen Sohn) nicht den Mindestbestellwert für den Gutschein ausmachte, musste ich noch irgendetwas günstiges für mindestens 1 Euro mitbestellen. Beim Stöbern durch das Reclam-Sortiment stolperte ich über Daniel Defoes Robinson Crusoe. Ob ich ihn in nächster Zeit oder überhaupt jemals lesen werde, ist fraglich! Aber irgendwie hab ich immer wieder das Gefühl, ich sollte mir mal einige Klassiker aneignen. Bekanntlich der gute Wille zählt.

Das Buch Die Festung der Einsamkeit von Jonathan Lethem entdeckte ich im Buchladen im Hamburger Bahnhof, wo ich mir die Zeit vertreiben musste bis mein Zug kam. Da war sie wieder, die magische Anziehungskraft von Buchläden!

Erst hatte ich Haruki Murakami Kafka am Strand in der Hand, legte es aber wieder zurück und schlenderte weiter durch die Regale. Dann fiel mir besagtes Buch in die Hände, über das ich in dem schon erwähnten Nick Hornby Buch kurz vorher noch auf der Hinfahrt gelesen hatte. Bei Hornby kam das Buch gut weg, deshalb konnte ich wieder mal nicht widerstehen und kaufte es.
Wie es bei mir wegkommt und ob ich bald schon lesen werde, werdet Ihr hier bald erfahren.

Auslöser

Inspiriert durch das gleichnamigen Buch von Nick Hornby kam mir die Idee für diesen blog.
Das Buch Mein Leben als Leser habe ich vor einiger Zeit schon von meinem besten Freund Christian geschenkt bekommen (Christian, erst jetzt weiß ich, was das Geschenk wirklich taugt, deshalb an dieser Stelle nochmal ein großes Danke schön). Da ich auf einer Zugfahrt nach Hamburg nicht das über tausend Seiten starke und aus diesem Grund sehr schwere Jonathan Strange & Mr. Norrell mitschleppen wollte, fischte ich dieses wesentlich schmalere Buch aus unserem Bücherregal. Meine Hoffnung war, dass das Buch ein guter Reisebegleiter sein wird und diese Hoffnung erfüllte sich glücklicherweise auch. Allein schon die Tatsache, dass auch Nick Hornby davon schreibt, dass es gewisse Bücher gibt, die man niederringen und erzwingen muss, macht mir das Buch symphatisch. Bei mir gibt es auch immer mal wieder diese Art von Bücher, nach deren letzten Seiten ich erleichtert seufze und ein triumphierendes "besiegt" ausstoße.

Bei dem oben genannten Buch von Susanna Clarke, das eigentlich zur Zeit und leider schon viel zu lange lese, bin ich mir noch nicht endgültig klar darüber, ob ich es besiegen muss. Bislang bin ich der Meinung, dass es dem Buch und meiner Meinung über dasselbe nicht gut tut, das mir die Zeit fürs Lesen fehlt. Es ist einfach kein Buch für die fünf Seiten am Tag, die man gerade noch kurz vor dem Einschlafen schafft zu lesen. Es ist eher ein Urlaubsbuch, eines für den Herbsturlaub im Zimmer mit offenem Kaminfeuer, Tee und Wind und Regen draussen rund ums Ferienhaus.
Trotzdem, die letzten Tage war ich wieder etwas fleissiger mit dem Lesen und es fehlen nun noch knappe hundert Seiten und das Buch ist ausgelesen (oder doch besiegt?).
Ich bin, wie gesagt unter dem Einfluss des nicht stetigen Lesevergnügens, der Meinung, dass es dem Buch nicht geschadet hätte, wenn es um ein paar Seiten gestrafft worden wäre. Und das der Klappentext das Werk mit einem Tolkien-Vergleich anpreist, ist meines Erachtens nicht ganz gerechtfertigt. Sicher ist es auch in diesem Buch beeindruckend, wie detailliert und glaubwürdig, die Autorin eine eigene Welt erschafft, in Fußnoten auf fiktive jahrhundertealte Schriften verweist und uns so an ein England mit langer Zauberer- und Elfentradition glauben lässt. Aber Tolkien..., bitte, das ist eine andere Kategorie. (Tolkien-Vergleiche sind jedoch leider beliebte Instrumente der Verlage zur Verkaufsförderung!)
Sollte jemand andere Erfahrungen mit dem Buch gemacht haben, dann sei er hiermit herzlich aufgefordert, diese mit einem Kommentar kundzutun.
Ich bin jedenfalls gespannt auf die letzten Seiten, die ich hoffentlich zügig durchlesen kann.

Und dann wartet schon die Fortsetzung der Lektüre des Nick Hornby Buches über Bücher und das Lesen an sich auf mich. Darüber dann demnächst mehr.

Man wird übrigens sehr bald feststellen können, dass ich mehr Bücher kaufe, als ich selber lesen kann. Ich kaufe sie einfach zu gerne und liebe Buchläden. Sie ziehen mich magisch an! Aber auch dazu sicher nochmal mehr.

gekauft, bekommen, geliehen, gelesen im Juni 06

Gekauft

Die Festung der Einsamkeit
Jonathan Lethem
Goldman Manhattan
(13.06.)

Robinson Crusoe
Daniel Defoe
Reclam

(09.06.)

Bekommen (getauscht, geschenkt, gefunden etc.)

Die Behandlung

Mo Hayder
Goldmann
(tauschticket)


Verraten und verkauft
Philippe Djian
Diogenes
(tauschticket)


Geliehen
-

Gelesen

Jonathan Strange & Mr. Norrell
Susanna Clarke
BvT


Mein Leben als Leser
Nick Hornby
KiWi


Die Musik des Zufalls
Paul Auster
Rowohlt (Hardcover)

(noch nicht ausgelesen, Stand 25.06.06)
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